Historie
Die sog. Einöde Lautern wurde 1225 urkundlich erwähnt. Der Ort bestand über Jahrhunderte nur aus einer Kirche, einem Pfarr- und Mesnerhaus, einigen Mühlen und einem Gasthaus. Diesen Charakter hat sich Lautern bis heute bewahrt. Vermutlich wurde die Markung erst mit dem Bau der Burg Lauterstein durch die Staufer im Hochmittelalter gebildet.
Die schwierige Lage im Lautertal machte Ackerbau fast unmöglich. Die Bauern mussten auf Felder in den umliegenden Höhenlagen ausweichen, was nur begrenzte Erträge ermöglichte. Der Betrieb der vier Mühlen war lange Zeit die Haupterwerbsquelle des Ortes. Doch Mühlverbote und Fruchtsperren erschwerten den Handel erheblich. Erst im 19. Jahrhundertänderten sich die wirtschaftlichen Bedingungen spürbar.
Im Mittelalter prägten verschiedene Adelsfamilien die Geschichte von Lautern, darunter die Freybergs und die Herren von Bernhausen. 1516 ging der Ort an das Kloster Blaubeuren, wodurch sich die alten Verbindungen nach Herrlingen lösten. Ab 1805 wurde Lautern in das Oberamt Blaubeuren eingegliedert und 1854 formell nach Wippingen eingemeindet. Seitdem teilt Lautern die Entwicklung seines Nachbarortes.